Konzept - jugendzentrum.amstetten.at

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Freiwilligkeit
Der Aufenthalt der Jugendlichen
im Jugendzentrum beruht auf Freiwilligkeit. Diese Freiwilligkeit
gilt ebenso für alle Beratungen, Projekte und Programmpunkte,
die seitens des A-Tolls angeboten werden.

Niederschwelligkeit
Die Nutzung des Jugendzentrums steht allen Jugendlichen frei,
soweit sie die Regeln des Jugendzentrums einhalten und
sie der Zielgruppe entsprechen. Die Benutzung des Jugendzentrums ist kostenlos, anonym und an keine Bedingungen, außer an die Einhaltung
der Hausordnung, gebunden.



Anonymität und Verschwiegenheit

Die Anonymität und Verschwiegenheit sind Grundprinzipien
der pädagogischen und sozialen Arbeit undhaben daher
bei uns höchsten Stellenwert.

Partizipation
Mitbestimmung und Mitarbeit der Jugendlichen
sind erwünscht und werden seitens des
BetreuerInnen- Teams gefördert und im Rahmen
der pädagogischen Sinnhaftigkeit
unterstützt;(JugendpräsidentInnen-Wahl,
Mitplanung und Mitgestaltung von Events, etc.).

Parteilichkeit
Wir sehen uns in einer Vermittlerrolle zwischen
Jugendlichen und der Gesellschaft. Es ist unsere
Aufgabe, begründete Interessen der Jugendlichen
zu unterstützen. Mit unserer Parteilichkeit wollen wir
ein respektvolles Miteinander der Jugendlichen und
ihrem Umfeld fördern.

Klarheit
Jene Regeln und Strukturen, die den reibungslosen
und respektvollen Betrieb des Jugendzentrums
ermöglichen, müssen klar und einfach verständlich
formuliert und für alle nachvollziehbar sein.

Beziehungsarbeit
Unter Beziehungsarbeit verstehen wir, für die Jugendlichen
„da zu sein“, mit ihnen zu kommunizieren und für sie
Zeit zu haben. So entstehen Vertrauensverhältnisse,
auf welche die Jugendlichen bei Bedarf zurückgreifen
können. Diese Form der Beziehungsarbeit entspricht
unseren Prinzipien Anonymität,
Freiwilligkeit & Parteilichkeit.
Das Individuum steht im Vordergrund.
Es gilt Potentiale
in den Mittelpunkt zu stellen.

Raum- und Freizeitangebot
Im Jugendzentrum A-Toll haben
die Jugendlichen die Möglichkeit, Räume und
Angebote zu nutzen, ohne an Konsumzwang
gebunden zu sein. Das A- Toll ist ein Ort, an dem
Jugendliche Rückzugs- und
Entspannungsmöglichkeiten vorfinden,
unter sich sein können sowie in ihrer
Sozialisation unterstützt werden.

Im Rahmen des Angebots wird die Möglichkeit
zur Auseinandersetzung mit verschiedenen Medien
und einer breiten Palette an sportlichen,
spielerischen und kreativen Tätigkeiten, sowie die
Teilnahme an Projekten und Ausflügen geboten.

Die Jugendlichen sind eingeladen, am Ambiente
mitzugestalten, Ideen zu verwirklichen, ihre Freizeit
zu planen und zu gestalten.

Das Angebot ist grundsätzlich an die Öffnungszeiten
geknüpft, darüber hinaus nach Vereinbarung.

Die Ausstattung muss bedürfnisgerecht und für
Jugendliche attraktiv sein.

Sport- und Erlebnispädagogik (Ausflüge, etc.)
sowie jugendkulturelle Veranstaltungen und Projekte
ergänzen den Jugendzentrumsbetrieb.

Information und Beratung
Informationsgespräche dienen der Auskunft an
Jugendliche über eine von ihnen gestellte
Problem- bzw. Fragestellung.
Beim Informationsgespräch wird eine konkrete
Antwort auf eine konkrete Frage gegeben oder
bei vermutetem Bedarf eine Information an den
Jugendlichen weitergegeben.

Beratungsgespräche wiederum sind problem-
zentrierte Interaktionsprozesse. Für die Zuordnung
als Beratungsgespräch müssen drei von fünf der
folgenden Kriterien gegeben sein:

  1. Anamnese (Sammlung und Systematisierung problembezogener Informationen)
  2. Personenbezogene Intervention (problem- und personenbezogen, über verbale
    Kommunikation hinausgehend)
  3. Problembelastung (persönliche Betroffenheit,
    gestörtes psychisches Wohlbefinden)
  4. Setting (geeignete Räumlichkeiten, ungestörte Atmosphäre, telefonische Beratung,
    gezieltes
    Aufsuchen des Beraters)
  5. Zeitliche Relevanz (Gesprächsdauer über 10 Minuten)

Auch Informationsveranstaltungen und das
Bereitstellen von Infomaterialien zählen zum
Gesamtangebot.

Braucht es bei ganz spezifischen Problemstellungen
eine spezielle Fachberatung, wird versucht,
den Jugendlichen an eine entsprechend
kompetente Facheinrichtung weiterzuvermitteln.

Suchtprävention
Unser Ansatz der Suchtprävention ist
ressourcenorientiert. Wir unterstützen Jugendliche,
ihre Persönlichkeit zu stärken, ihr eigenes
Konsumverhalten kritisch zu betrachten und selbst
alternative Lösungsmöglichkeiten zu finden.